Viel Lob für Steinbach
Südbadische Sportschule feiert 50-jähriges Bestehen – Ministerpräsident Günther Oettinger lobt die Kooperation mit den Sportverbänden – Tausende von Besucher beim Tag der offenen TürUm es vorwegzunehmen: Es war ein Traumtag in Steinbach – Sonne pur, tolle Organisation – die Sportschule Steinbach wurde ihrem Ruf, ihresgleichen in Deutschland zu suchen, wahrhaftig gerecht. Mehrere Tausend Baden-Badener ließen es sich nicht nehmen, einmal hinter die Kulissen ihrer Sportschule zu blicken, gut ein Dutzend Sportarten nutzte die Möglichkeit, sich zu präsentieren, ob Fußball, Basketball, Hockey, Handball oder Rollstuhl-Rugby, Karate, Turnen oder Schwimmen, um nur einige wenige zu nennen.
Und auch die Funktionsträger aus Verbänden und Vereinen hatten es gut erwischt: Nur wenige Ansprachen oder Reden, ein kurzer, dafür um so aussagekräftiger Film des SWR-Redakteurs Michael Dittrich, launige Interviews von Hans-Reinhard Scheu mit dem neuen LSV-Präsidenten Dieter Schmidt-Volkmar, dem Ex-Weltrekordler Heinz Fütterer, der derzeitigen Top-Speerwerferin Christina Obergföll, Isabel von Loga, Christian Lusch und Eike Emrich, die allesamt selbst oder mit ihren Teams Gäste Steinbachs sind oder waren. Und mit Lob für Norbert Hartmann und seine Mannschaft nicht sparten.
Lob zu verteilen wusste auch Ministerpräsident Günther Oettinger, der sich in seiner Ansprache klar zur Existenz der vier Sportschulen sowie aller anderen Sportbildungseinrichtungen im Lande aussprach. Er begründete seine Meinung mit einem Blick auf die innerhalb von 50 Jahren entscheidend veränderten Verhältnisse bei den Sportvereinen, die heute gegen eine Vielzahl von Konkurrenzangeboten anzukämpfen hätten. „Eine Sportschule wie Steinbach ist als Ausbildungszentrum für Trainer, Übungsleiter und Sportler wichtiger denn je“, so Oettinger, der bekräftigte, dass das Land in den letzten 20 Jahren nicht nur fast 20 Mio. Euro in die Steinbacher Einrichtung investiert habe, sondern auch jährlich über 600.000 Euro an Betriebskostenzuschüssen gewähre. Oettinger bekannte sich aber auch zu einer weiterhin fairen Partnerschaft zu den Sportbünden und dem LSV. Zum neuen Präsidenten Dieter Schmidt-Volkmar gerichtet sagte der Ministerpräsident, das Land werde weiterhin ein verlässlicher Partner bleiben und er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen LSV-Präsidenten.
Gundolf Fleischer, BSB-Präsident und somit quasi Hausherr in Steinbach, sagte in seiner Begrüßung, Oettinger habe das Gefühl vermittelt, „einer von uns zu sein“ und dass der Sport mit seinen Problemen bei ihm gut aufgehoben sei. Gleichzeitig lobte Fleischer die Leistungen der Sportschule, deren Auslastung unter nur drei Schulleitern in 50 Jahren weiterhin bei fast 100 Prozent liege und ihresgleichen suche.
Joachim Spägele